Abschluss der Tour d’Europe

05.03.2026

Die Tour d’Europe, die vom Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Fahrzeugantriebe (vkm) der Technischen Universität Darmstadt und dem Institut für Kolbenmaschinen (IFKM) des Karlsruher Instituts für Technologie wissenschaftlich begleitet wurde, hat erfolgreich die Leistungsfähigkeit erneuerbarer Kraftstoffe in realen Fahrzeugflotten demonstriert und gleichzeitig die Bedeutung digitaler Monitoring-Methoden für verifizierte CO2e-Emissionsergebnisse herausgestellt.

Im Rahmen der Tour d‘Europe legten 16 Fahrzeuge – darunter 11 Pkw und 5 Lkw – auf fünf Hauptrouten durch 18 europäische Länder mehr als 82800 km zurück. Dabei kamen verschiedene erneuerbare Kraftstoffe zum Einsatz, darunter HVO100, B100, E85, erneuerbares Benzin, Kraftstoffblends sowie Bio-LNG. Insgesamt wurden 322 Tankstopps erfasst, wobei rund 86 % der gesamten Strecke mit erneuerbaren Kraftstoffen bewältigt wurden.

Ein zentrales Element des Projekts war das digitale Monitoring: Der sogenannte Digital Fuel Twin überwachte alle Tankvorgänge und erfasste und zertifizierte die Nutzung der erneuerbaren Kraftstoffe sowie die damit verbundenen CO2e-Reduktionen der Fahrzeuge. Dadurch wurde ein digital verifizierter Nachweis für die tatsächlichen Emissionseinsparungen im realen Betrieb erbracht, was sowohl für Anwender als auch für Regulierungsbehörden einen erheblichen Mehrwert darstellt.

Die analysierten Daten zeigen, dass durch den Einsatz erneuerbarer Kraftstoffe echte und nachweisbare CO2e-Einsparungen erzielt werden können. Für die gesamte Tour wurde eine Reduktion des CO2e-Ausstoßes von 77 % auf einer Well-to-Wheel-Basis belegt – ein Wert, der mit dem derzeitigen Stand der Kraftstoffverfügbarkeit und -technologie realisierbar ist. Bei Betrachtung des Gesamtmix der erneuerbaren Kraftstoffe (exklusive der fossilen Kraftstoffe, die in Ausnahmefällen getankt werden mussten) wurde eine Reduktion der CO2e-Emissionen von 87 % erreicht.

Neben der technischen Demonstration zeigte Tour d’Europe auch, dass erneuerbare Kraftstoffe auf dem europäischen Markt bereits heute verfügbar sind und in existierende Fahrzeugflotten sowie Infrastruktur integriert werden können, ohne dass grundlegende Anpassungen erforderlich wären. Dies unterstreicht ihren Beitrag als praktikable und sofort nutzbare Komponente zur CO2-Reduktion.

Weitere Informationen können der offiziellen Homepage der Tour d’Europe entnommen werden: www.tourdeurope.eu